Les instruments du calcul savant > Instruments d'intégration conservés au musée des arts et métiers

Integraph

Integraph mit Kegelrad-Richtungsübertragung, System Abdank-Abakanowicz/Napoli
Hersteller: P. Barbier & Cie., Paris; Instr.-Nr.: keine (vermutlich Einzelstück);
Baujahr: um 1885 (vgl. Abdank-Abakanowicz 1886, 39)
Standort: CNAM, Inv.-Nr.
13300-0001-
Sonstiges: Zugang CNAM: 1900
Literatur: Abdank-Abakanowicz 1886, 44-48 und Abdank-Abakanowicz 1889, 37-44 (mit Abbildungen)

Zwischen 1880 und 1889 erprobte Bruno Abdank-Abakanowicz (1852-1900) eine größere Zahl von Mechanismen, um das für Integraphen wichtige Problem der genauen Übertragung einer aus dem Verlauf einer gegebenen Kurve entnommenen Richtung auf ein Schneidenrad zufriedenstellend zu lösen. Eine fruchtbare Zusammenarbeit entwickelte sich insbesondere ab 1885 mit David Napoli (1840-1890), dem Chefinspekteur der französischen Ostbahn und Leiter deren Werkstatt (inspecteur principal des chemins de fer de l'Est et chef du laboratoire de cette Compagnie; Abdank-Abakanowicz und Napoli hatten sich 1883 auf der großen Wiener Ausstellung kennengelernt). Von Napoli scheint die Idee zu stammen, zur Lösung des Problems Kegelräder einzusetzen.

Fig. 37, Abdank-Abakanowicz 1886, 46 = Fig. 39, Abdank-Abakanowicz 1889, 40

Die abgebildete Konstruktionszeichnung zeigt eine Draufsicht auf das Instrument. Das links befindliche Kegelradpaar behält seine Lage innerhalb des Instruments bei, wird aber durch die - in der Zeichnung schräg verlaufende - Führungsstange entsprechend gedreht. Eine Vierkantwelle und das auf ihr verschiebbar gelagerte weitere Kegelradpaar nehmen diese Drehung auf und stellen dadurch das (unter dem zweiten Kegelradpaar befindliche) Schneidenrad in die gleiche Richtung, die auch die Führungsstange besitzt. Eine Bewegung des Instruments in x-Richtung (hier: nach unten) hinterläßt als Spur des Schneidenrads eine Integralkurve der gegebenen Kurve. Ein auf gleicher Höhe wie das Schneidenrad montierter Zeichenstift sorgt für eine saubere Zeichnung dieser Integralkurve. Sie ist konstruktionsbedingt seitlich gegenüber der gegebenen Kurve versetzt.

Fig. 38, Abdank-Abakanowicz 1886, 47 = Fig. 40, Abdank-Abakanowicz 1889, 41