Les instruments du calcul savant > Instruments d'intégration conservés au musée des arts et métiers |
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Orthogonalplanimeter Orthogonalplanimeter mit Scheibe/Rolle-Mechanismus, Bauart Wetli-Hansen Orthogonalplanimeter von H. Ausfeld, Bauart Wetli-Hansen (CNAM 06340-0000) Die Erfindung der Orthogonalplanimeter durch Johann Martin Hermann (1785[?]-1841) und Tito Gonnella (1794-1867) ging trotz der Publikationen Gonnellas aus den Jahren 1825 und 1841 weitgehend unbemerkt vor sich, sodaß Nach- und Wiedererfindungen möglich wurden. Obwohl Tito Gonnella bereits 1825 den später nach ihm benannten Scheibe/Rolle-Mechanismus vorgestellt hatte, geriet dieser in völlige Vergessenheit. Das machte seine Nacherfindung durch den Schweizer Vermesser Kaspar Wetli (1822-1889) möglich. Die Wetlischen Instrumente wurden, nachdem Simon Stampfer (1790-1864) an ihnen einige Verbesserungen vorgenommen hatte, in der polytechnischen Werkstatt von Georg Christoph Starke (1794-1865; später Starke & Kammerer) gefertigt. Sie waren es, die die Existenz von theoretisch exakt arbeitenden mechanischen Integrierinstrumenten zur Flächenmessung ins größere Bewußtsein rückten. Schon kurz nach ihrem Erscheinen machte man sich an mehreren Orten daran, weitere Verbesserungen anzubringen. Zu den Wissenschaftlern, die sich besonders erfolgreich darin versuchten, gehörte der Astronom Peter Andreas Hansen (1795-1874) in Seeberg bei Gotha; die von ihm verbesserten Wetli-Planimeter wurden als Bauart Wetli-Hansen oder, unter Einbeziehung des Herstellers der Instrumente, als Hansen-Ausfeld-Planimeter bekannt. Während Gonnella vermutlich, ebenso wie Herrmann, bei seinem frühesten Gerät noch auf das Zusammenspiel von Kegel und Rolle gesetzt hatte, war ihm schon zuzeiten seiner 1825er Publikation klargeworden, daß der Kegel mit Gewinn durch eine Scheibe ersetzt werden konnte (heute fällt es uns leicht, eine Scheibe einfach als einen Kegel mit Öffnungswinkel 180° anzusehen; das war damals sicher nicht so einfach). Unabhängig davon, ob Kegel oder Scheibe verwendet wird, bildet ein Orthogonalplanimeter mit diesen Mechanismen die Integration nach Leibniz bzw. Riemann unmittelbar mechanisch nach. Damit war den Zeitgenossen die Einsicht in die Richtigkeit seines Funktionierens in der Regel kein Problem - anders als kurze Zeit später beim Amslerschen Polarplanimeter. |
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